Patchwork-Pullover

Vor über einem Jahr sah ich die Anleitung im damals aktuellen Katalog von Junghans Wolle. Ein Pullover mit Patchworkmuster vereint zwei meiner liebsten Hobbies: Stricken und Patchwork. Und so ging ich das Projekt Patchwork-Pullover an.

Klar, dass ich den auch stricken musste. Aber welche Farbe nehme ich? Das Original in der Anleitung wurde in braun gestrickt. Aber das ist so überhaupt nicht meine Farbe. Wer mich kennt weiß, dass ich sehr auf Blau stehe. Rottöne gehen auch noch, wenn es kräftige Farben sind. Also hatte ich bei der empfohlenen Wolle man geguckt und siehe da, es gibt natürlich nicht nur braun. Gleich zwei Blautöne sind dabei.

Und da ich mich nicht entscheiden konnte, hab ich ausreichend Wolle von beiden bestellt. Damit ich die Farben auch mal in Echt sehe und nicht nur auf bearbeiteten Katalogbildern.

Austermann Murano (not only) for Socks

Austermann Murano (not only) for Socks

Ich habe mich dann für den Türkiston entschieden, um diesen Pullover zu stricken. Habe aber schon von Anfang an überlegt, auch aus dem dunkleren Blauton dann einen zweiten Pullover in dem Muster zu stricken, sollte mir dass Stricken Spaß machen.

Und es hat Spaß gemacht. Dadurch dass man in der Mitte beginnt, sind die ersten Rechtecke mit wenigen Maschen sehr schnell gestrickt. Man sieht schnell einen Fortschritt. Sowas mag ich ja unheimlich. Natürlich haben sich die äußeren Rechtecke genauso gezogen, als würde man den Pullover klassisch in Reihen stricken, da man ja irgendwann über die ganze Breite auch ein Rechteck stricken muss. Trotzdem kam mir das nicht so lange vor.

Patchwork-Pullover

Rückenteil des Patchwork-Pullovers

So hatte ich die beiden Log-Cabin-Teile für Vorder- und Rückenseite relativ schnell fertig. Die Arme dagegen werden klassisch in Runden vom Bündchen an gestrickt. Und auch wenn sich die Wolle so tolle mustert, haben sie die Arme echt gezogen. Aber es war auch was, das man gut mal nebenbei stricken konnte. Ohne groß zu denken, einfach kraus rechts gestrickt. Nur auf die Zunahmen musste ich achten.

Patchwork-Pullover

Vorderseite des Patchwork-Pullovers

Dann irgendwann war es soweit und ich konnte die ersten Teile zusammen nähen. Damit hab ich schon begonnen, während ich noch am zweiten Ärmel gestrickt habe. Einfach, um etwass Abwechslung zu haben.

 

Patchwork-Pullover

Patchworkpullover mit einem angenähten Ärmel

Als dann der zweite Ärmel fertig war, habe ich auch diesen angenäht. Dann ein kurzes Bündchen am Hals und noch 6 cm Bündchen am Rumpf. Da haben sich die Reihen, die ja dann in Runden über Vorder- und Rückenteil gingen, auch echt gezogen. Aber ich wollte den Pullover dann auch endlich fertig bekommen. Ich hatte ihn ohne Bündchen schonmal anprobiert und war total begeistert.

Patchwork-Pullover

Patchworkpullover, zusammengelegt

Der fertige Pullover ist einfach ein Traum für mich. Tolle Farbe, genialer Farbverlauf und das in dem Patchworkmuster. Und er passt wirklich gut. Er sitzt zwar sehr eng, ist aber elatisch genug, um nicht einzuengen. Und er ist total kuschelig und warm. Ich werde aber ein enges Top oder ähnliches drunter anziehen müssen, da er am Bauch kratzt, wenn mir zu warm darin wird. Aber das habe ich häufig bei selbstgestrickten Pullovern. Das stört mich auch nicht.

Patchwork-Pullover

Patchworkpullover, hängend

RVO – Rumpf fertig

Der Rumpf meines selbstausgedachten RVO ist fertig. Wollt ihr mal gucken? So sieht das bisher aus:

Raglan von Oben aus Opal-Sockenwolle gestrickt mit Regenbogenlook - Rumpf fertig

Regenbogen-RVO – Rumpf fertig

Und hier noch zwei Detailbilder:

Raglan von Oben aus Opal-Sockenwolle gestrickt mit Regenbogenlook - Detailansicht

Detailansicht 1

Raglan von Oben aus Opal-Sockenwolle gestrickt mit Regenbogenlook - Detailansicht

Detailansicht 2

Anprobiert hab ich ihn jetzt auch schonmal. Beim Stricken ging das leider nicht, da die Rundstricknadel dafür zu kurz war. Aber bisher paßt er prima. Vielleicht ein wenig zu kurz. So 5 Reihen mehr hätten es dann schon sein dürfen. Aber das wäre mit dem Muster nicht ausgegangen. Dann hätte ich einen ganzen Mustersatz dranhängen müssen. Dann wäre er vielleicht zu lang geworden. Aber das ist nicht so schlimm. Der Pullover, an dem ich Maß genommen hab, ist sogar noch 2 Reihen kürzer.
Mit dem Stricken der Ärmel muss ich aber nun noch warten. Mir fehlt ein Nadelspiel in passender Stärke. Das muss ich mir erstmal aussuchen, denn es soll eins von Knitpro sein. Damit stricke ich ja seit ein paar Jahren und bin total begeistert. Die sind zwar nicht billig, aber es macht einfach riesigen Spaß, damit zu stricken. Ich überlege, ob ich mir direkt ein Häkelnadelset mitbestellen soll. Ich häkle zwar nicht so viel, aber wenn ich mal was ausprobieren will, fehlt es immer an der passenden Nadel und dann lass ich es meistens direkt wieder sein.

RVO

Schon seit einiger Zeit überlege ich, mal wieder einen RVO (=Raglan von Oben) zu stricken. Ich mag diese Art von Pullover, weil man nichts zusammennähen muss und so nicht hinterher die böse Überraschung erlebt, dass es vielleicht nicht paßt. Man nimmt die Maschen für den Kragen auf und strickt drauf los. Eine Anleitung dafür habe ich mal zusammen mit Wolle bekommen, die ich bei eBay gekauft habe. Leider ist diese Wolle sehr kratzig, sodas ich den Pullover nicht gerne anziehe.

Ich hab dann mal in meinen Wollvorräten gestöbert und diesen „Schatz“ entdeckt:

Raglan von Oben handgestrickt aus Opalwolle mit Regenbogeneffekt

Wollauswahl für den Raglan

Das sind wunderschöne, handgefärbte Stränge von Opal und einer von Trekking. Lange habe ich dann über ein passendes Muster gesucht, wie ich diese schönen Farben in einem Pullover vereinen kann. Und das ist dabei rausgekommen:

Raglan von Oben handgestrickt aus Opalwolle mit Regenbogeneffekt

Raglan angestrickt

Irgendwie wirkt das Bild ziemlich blau. Dabei stricke ich mit doppeltem Faden. Einer schwarz, der andere bunt. Aber ich finde, die Farben fürgen sich ganz wunderbar zusammen.