Die verstrickte Dienstagsfrage 17/2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 7/2012 vom Wollschaf:

Ich brauche manchmal ziemlich lange um eine schriftliche Anleitung zu verstehen, weil viele kleine Details fehlen. Wie ergeht es Euch dabei? Versteht Ihr Anleitungen auf Anhieb oder müsst Ihr diese manchmal mehrere Tage studieren?

Vielen Dank an Gewaechs für die heutige Frage!

Also, das kommt bei mir immer auf die Anleitung an und auf den Schwierigkeitsgrad. Viele Anleitungen verstehe ich sehr schnell, auch wenn viele Details fehlen. Meistens sind es die einfachen Anleitungen, mit Standardmustern, die keiner näheren Erklärung bedürfen. Es gibt aber auch schonmal Anleitungen, die ich über Wochen immer wieder durchlese und nicht verstehe. Dann lege ich manchmal einfach los, weil ich denke, wenn ich bis zu dem Schritt, den ich nicht verstehe, arbeite, wird es vielleicht klarer, was gemeint ist. Manchmal klappt das, aber ich hatte es schon einmal, dass es nicht geklappt hat. Dann improvisiere ich auch schonmal, weil ich mir denke, jetzt bist du so weit gekommen, jetzt mußt du es irgendwie fertig bekommen.
Allgemein mag ich aber gut bebilderte Anleitung lieber als rein textuelle Anleitungen. Ein Bild sagt einfach mehr als tausend Worte. Das ist gerade im Bereich Handarbeiten wahr. Ich kann Anleitungen überhaupt nicht leiden, die zwar Bilder haben, aber die entscheidenden, schwierigen Schritte dann nur ganz kurz im Text erklären. Deswegen bin ich auch ein Fan von Video-Anleitungen, wo man den Leuten beim Erklären sozusagen über die Schulter gucken kann. Leider gibt es davon noch viel zu wenig.

Frühjahrsputz

Bei mir ist derzeit Frühjahrsputz angesagt. Angefangen hat es damit, dass ich eigentlich am Samstag die Fenster putzen wollte. Aber da hat das Wetter nicht mitgespielt. Ich hatte schon meinem Eimer Wasser und die Leiter vorbereitet, da fängt es doch tatsächlich an zu regnen. Und bei dem Wind hat es sogar gegen die Scheiben geregnet. Ich bin nur froh, dass ich noch nicht angefangen hatte mit den Fenstern, sonst hätte ich mich geärgert, dass sie ganze Arbeit umsonst war.

Frühjahrsputz auf dem Schreibtisch

Aber so auf Frühjahrsputz eingestellt, mußte was anderes her. Also hab ich meinen Schreibtisch mal aufgeräumt:

Fruehjahrsputz - Schreibtisch

Fruehjahrsputz

So aufgeräumt war er schon seit einem Jahr nicht mehr. Aber ich bin noch nicht ganz fertig. Passend zu diesem bläulichen „Ordnungselement“ mit 4 Schubladen (ganz links im Bild) will ich mir noch eins mit größeren Schubladen holen. In das kleine hier passen wunderbar die vielen Kleinigkeiten vom Schreibtisch, wie Batterien, Birnen, USB-Sticks, USB-Kabel für die Kamera, Tesafilm und ähnliches. In die großen Schubladen kommen dann Schmierzettel und alles, was eben in die kleinen nicht paßt.

Frühjahrsputz im Browser

Und weil der Schreibtisch noch nicht genug war, habe ich mal in meinem Browser aufgeräumt. Bei den Lesezeichen. Alle Links getestet und gelöscht, was eh nicht mehr geht. Und natürlich ausgemistet, was ich auch nicht mehr brauche. Foren, in denen ich nicht mehr aktiv bin und auch nicht mehr aktiv sein werde, Links zu Büchern oder Mangas, die ich mir mittlerweile gekauft habe und so weiter. Etwa ein Drittel der Lesezeichen ist noch übrig. Das ist jetzt schön übersichtlich und ich finde wieder, was ich suche.

Außerdem habe ich meinem Firefox ein frühlingshaftes Aussehen verpaßt:Frühjahrsputz im Browser

Frühjahrsputz im Browser

Wer das noch nicht kennt: Dem Firefox kann man mit sogenannten „Personas“ ein individuelles Aussehen verpassen. Das geht ganz einfach und unkompliziert. Einfach ein Design auswählen, auf „Dieses Persona anziehen“ gehen und schon hat man es installiert. Das auf dem Screenshot ist dieses hier.

Frühjahrsputz auf der Webseite

Und weil ich dann immer noch nicht genug hatte, hab ich mich zu einem Frühjahrsputz auf der Webseite entschieden. Damit habe ich aber erst angefangen. Und ich habe viele neue Ideen, die ich gerne umsetzen möchte und vieles, was ich gerne zeigen möchte. Das geht aber nicht so schnell, sondern wird nach und nach entstehen, wie ich gerade Zeit und Lust habe.

Ein bißchen habe ich schon umstrukturiert. Es gibt eine eigene Kategorie „Games“ (wurde durch den Umzug gestrichen), in der ich Spiele aller Art vorstellen möchte. Bisher hatte ich sowas unter „Hobbies“ (Kategorie wurde ebenfalls durch den Umzug gestrichen) einsortiert. Und ich habe bereits ein „Bücherregal“ in Vorbereitung, in welchem ihr virtuell in meinem Bücherregal stöbern könnt. Es lohnt sich also, die nächsten Wochen immer mal wieder reinzuschauen.

Und natürlich werde ich hier im Blog über alle größeren Aktivitäten berichten.

Die Verstrickte Dienstagsfrage 16/2012

Erinnert Ihr euch noch an Dinge, die Ihr im Handarbeitsunterricht gemacht habt. Habt Ihr vielleicht sogar noch einige, damals gefertigte Sachen?

Vielen Dank an Regina für die heutige Frage!

Ohja, daran erinnere ich mich noch sehr gut. Vor allem aber mit Schrecken. Denn es war uns nicht freigestellt, was wir machen. Es gab genaue Vorgaben. War man sehr gut und hätte mehr oder kompliziertere Dinge gekonnt, wurde man von der Lehrerin nicht etwa gelobt. Nein, man hat immer wieder gesagt bekommen, was die Aufgabe ist und dass man es genau so machen muss. Deshalb mußte ich auch einen Teppich für ein nicht vorhandenes Puppenhaus stricken. Und zwar in kraus Rechts. Zu der Zeit hatte ich aber mit Hilfe meiner Mutter schon meinen ersten Schal gestrickt. Und zwar im Perlenmuster, also 1 Rechts, 1 Links und in der nächsten Reihe eben versetzt. Und wehe, man hat auch nur eine Masche zu Hause alleine gestrickt. Dann wurde von der Lehrerin alles wieder aufgezogen und man mußte von vorne anfangen. Hätte ja auch die Oma sein können, die das gemacht hat. Aber so hab ich tatsächlich 4 Wochen für so nen Mini-Teppich gebraucht. Man mußte ja auch nach jeder Reihe kontrollieren lassen, dass es auch richtig gemacht ist. Ich kam mir reichlich dämlich dabei vor. 

Die gefertigten Sachen habe ich natürlich nicht mehr. Die habe ich irgendwann einfach weggeworfen. Hatte ja für nichts davon Verwendung. Vor allem nicht für einen Puppenhaus-Teppich. Oder dieses komische „Handtäschchen“, das wir gehäkelt hatten. Das hat mich 6 Wochen gekostet und war zu klein, um auch nur einen kleinen Kindergeldbeutel darin zu verstauen. Ich hab mir dann einfach eins in einer Nummer Größer gehäkelt. Aber nicht genau das gleiche. Meine Oma hatte mir da eine Anleitung in einem ihrer Bücher gezeigt. Das war zwar total altmodisch, aber besser zu gebrauchen.

Das einzige, was länger überlebt hat, waren die Topflappen, die wir gehäkelt haben. Die hab ich einfach meiner Oma zum Geburtstag (oder wars Weihnachten?) geschenkt. Die hat sie sehr lange benutzt. Mir selbst haben die nicht gefallen. Farbvorgabe der Lehrerin: Orange + Grün. Vor der Farbkombination graut es mich auch heute noch. Aber bei Omas ist es ja bekanntlich so, dass alles, was die Enkel machen, finden sie überaus toll und sind total begeistert, wenn sie es geschenkt bekommen. Meine Mutter hatte die fertigen Topflappen auch ein wenig irritiert angeguckt und mir dann anderes Topflappengarn gekauft. Rosa + weiß wars glaub ich. Daraus hab ich ihr dann nochmal Topflappen gehäkelt.